Rundballentrocknung mit Warmluftheizung am Alpakabetrieb von Harald Unterberger

Seit nunmehr 11 Jahren sind Alpakas Harald Unterbergers große Leidenschaft. Denn die ursprünglich aus den südamerikanischen Anden stammenden Tiere haben die feinste Naturfaser der Welt. Daraus produziert er besonders feine und hochwertige Textilien. Seine Alpakas verbringen den Sommer auf der Weide. Im Winter füttert der Tierliebhaber Heu aus seiner LASCO Rundballentrocknung.

Perfekte Trocknungsluft wird von seinem Landritherm LA 250 generiert. Der Warmluftgenerator verfeuert Hackgut, ist CO2-neutral und hat eine Wärmeleistung von 250 kW.
Perfekte Trocknungsluft wird von seinem Landritherm LA 250 generiert. Der Warmluftgenerator verfeuert Hackgut, ist CO2-neutral und hat eine Wärmeleistung von 250 kW.

 Als wir Harald auf seiner Alpakafarm in Thörl treffen, misst er gerade mit einer Heulanze die Restfeuchtigkeit eines frisch getrockneten Rundballens. Die Lanze zeigt 10% Restfeuchtigkeit. Somit ist das Heu konserviert und lagerfähig. Harald zeigt sich zufrieden und begrüßt uns mit einem Lächeln. Die Tiere seines Zuchtbetriebes versorgt er ausschließlich mit hochwertigem Grundfutter. Dieses muss blattreich, frei von Schimmel- und Pilzsporen und noch schön grün sein. Die im Frühjahr 2019 errichtete Rundballentrocknung mit dem Hackgutwarmluftofen LA 250 liefert das gewünschte Trocknungsergebnis. Installation und Inbetriebnahme verliefen reibungslos. Der laufende Betrieb ist unkompliziert, einfach und effizient. Um sein Grundfutter auch bei kalten Temperaturen trocknen zu können, hat Harald in einen Warmluftofen investiert. Hackschnitzel für den Warmluftofen erhält er von seinem Nachbarn. Damit sind die Transportwege kurz und das Geld bleibt in der Ortschaft, fügt er lächelnd hinzu.

Harald hat in der Alpakazucht in Österreich echte Pionierarbeit geleistet und zwei Zuchtverbände mitbegründet. Seine Zuchttiere und seine Erfahrung sind weit über die Grenzen Österreichs bekannt. Sein Ziel ist es, die Alpakazucht auch in unseren Breiten zu professionalisieren und die Genetik seiner Tiere noch weiter zu verbessern. Die dafür notwendige Ausbildung absolvierte der Steirer in Amerika.

Was als Wochenend-Hobby begann, entwickelte sich rasch zu einem kleinen Unternehmen. Die Schurwolle seiner eigenen Tiere werden in Österreich zu Decken und Schuheinlagen verarbeitet und in Hofläden verkauft. Auch T-Shirts, Poloshirts, Pullover und weitere Textilien werden mittlerweile von ihm produziert. 

Da seine eigene Wolle dafür schon lange nicht mehr ausreicht, produziert er einen Teil seiner Textilien in Peru, dem Ursprungsland der Alpakas. Dort findet er nicht nur den Rohstoff sondern auch das notwendige Wissen, um die Wolle zu dem sehr speziellen Garn verarbeiten zu können. Die Wolle selbst ist einzigartig und bei jedem Tier anders. Feinheit, Länge und Dichtheit sind entscheidend. Alle wissbegierigen Landwirte lädt Harald ein, sich beim österreichischen Zuchtverein zu informieren.

Dort findet man alle notwendigen Informationen und Kontakte. Am Ende unseres Betriebsrundgangs zeigt uns Harald noch voller Stolz seinen neuesten Alpakazugang. Erst seit einer Stunde war der Kleine auf der Welt. Schmunzelnd zeigt sich Harald überzeugt, dass später auch ihm das LASCO Heu schmecken wird.

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