Umgestellt auf Bio-Heumilch innerhalb von 3 Monaten

Silvia und Christian Eberl bewirtschaften einen Bio-Heumilchbetrieb mit 48 Kühen und eigener Nachzucht in Ampflwang im Hausruck. Bis vor kurzem wurde noch Silage verfüttert. Das änderte sich schlagartig, als von der Molkerei der Biozuschlag gestrichen wurde.

Während wir Christian in seinem Traktor beim Schwaden begleiten, erzählt er uns, dass sein Heimatort, Ampflwang im Hausruck, bei Pferdeliebhabern berühmt ist. Immerhin gilt Ampflwang als die Wiege für Pferde- und Familienurlaube. Viele tausend Gäste suchen Jahr für Jahr das Glück der Erde auf den Rücken der Ampflwanger Pferde, fügt er schmunzelnd hinzu. Auch sein Familienbetrieb bietet Einstellplätze für Pferde, außerdem wurden zwei Apartments für Urlaub am Bauernhof errichtet.

Familie Eberl stellte innerhalb von nur 3 Monaten von Biomilch auf Bio-Heumilch um.

Der Fokus der Familie liegt aber klar auf dem Milchviehbetrieb. Diesen hat die Familie konsequent zu einem Bio-Heumilchbetrieb entwickelt. „Unsere Lebensmittel biologisch herzustellen bedeutet uns sehr viel. Der Mehrerlös, den wir dadurch erwirtschaften, ist für uns jedoch unerlässlich, um auch den höheren Aufwand abdecken zu können.“, erzählt uns seine Frau Silvia.

 

Video

 Da die Molkerei den Eberls, im Jahr 2018 den Biomilchzuschlag nicht mehr ausbezahlte, wurde der Entschluss gefasst, den Betrieb auf Heumilchproduktion umzustellen. Grund dafür war, dass nur für Biomilch in Heumilchqualität ein Biozuschlag ausbezahlt wurde, andere Varianten waren für Silvia und Christian daher keine Option. Relativ schnell bot sich dann allerdings die Möglichkeit an, Bio-Heumilch an eine Käserei in der Nachbarschaft zu liefern. So entschloss man sich zum Bau einer modernen Heutrocknungsanlage und fand den Kontakt zur Firma LASCO Heutechnik GmbH.

Der Burgstallerhof in Ampflwang liefert Bio-Heumilch. Die Familie bietet auch Urlaub am Bauernhof.

Ab diesem Zeitpunkt wurden Silvia und Christian fortan von Andreas Emprechtinger, Gebietsleiter bei LASCO, auf dem Weg zur perfekten Heutrocknung begleitet. Gemeinsam wurde das Konzept ausgefeilt, die bestehende Lagerhalle für die Heutrocknung um- und auszubauen. So entstand die Gesamtkomposition bestehend aus Heubox, Lüfter, Steuerung und als Trocknungsgerät ein hackgutbetriebener LA250 Warmluftofen. Andreas Emprechtinger dazu: „In diesem Fall haben wir uns ganz bewusst gegen einen Luftentfeuchter und für einen Hackgutofen entschieden, da die Familie Eberl ihr eigenes Hackgut nutzen kann“.

Die Umbauarbeiten wurden innerhalb von 3 Monaten durchgeführt. Eine Schulung bei LASCO zum Start der Erntesaison brachte dann noch zusätzliches Know-how über die installierte Trocknungstechnik, die Heutrocknung, aber auch über den Heukran.

„Auf Heumilch umzustellen war für uns die richtige Entscheidung. Viele Vorteile werden einem aber erst später so richtig bewusst“, so Silvia und Christian übereinstimmend. Auch den Feriengästen und vielen Hofbesuchern sei der intensiv-angenehme Duft nach frisch getrocknetem Heu bereits positiv aufgefallen.

Gemeinsam betreten wir mit Silvia und Christian die Heubergehalle. Von der alten Lagerhalle ist nichts mehr zu sehen. Es duftet hingegen nach frisch getrocknetem Heu und auch wir sind vom Heuduft überwältigt.

zurück zu den News